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Innere Unruhe: Was hilft?

Aktualisiert Juli 2022 In diesem Artikel geht es um das Gefühl oder den Zustand der inneren Unruhe. Mir begegnet die innere Unruhe immer wieder: Ich möchte mich im Home Office auf eine Aufgabe konzentrieren. Aber: Ich springe von Aufgabe zu Aufgabe, scrolle doch nochmal durch Instagram, räume random Zeug von A nach B. Oder: Ich […]
Veröffentlicht 11. Juli 2022 | Kategorie: ,
Innere Unruhe: Was hilft?

Aktualisiert Juli 2022

In diesem Artikel geht es um das Gefühl oder den Zustand der inneren Unruhe. Mir begegnet die innere Unruhe immer wieder: Ich möchte mich im Home Office auf eine Aufgabe konzentrieren. Aber: Ich springe von Aufgabe zu Aufgabe, scrolle doch nochmal durch Instagram, räume random Zeug von A nach B. Oder: Ich möchte mich herrlich entspannen und einfach auf dem Balkon liegen. Aber dann kommen die Gedanken, To Dos, Sorgen, Zweifel und auf einmal liege ich zwar auf dem Balkon, aber fühle mich ganz aufgewühlt. Eine Klientin berichtete mir sogar, dass sie es vermeidet, zur Ruhe zu kommen, weil sich dann bei ihr innere Unruhe einstellt.

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Innere Unruhe: Was hilft?

Wie oben zu lesen, übe ich ebenfalls noch meinen Umgang mit innerer Unruhe. Folgende Strategien haben sich für mich als hilfreich erwiesen:

Keine Angst vor innerer Unruhe:

Unsere Gefühlszustände sind nicht statisch, sondern verändern sich immer wieder. Wie von einer inneren Zuschauertribüne können wir sie beim Kommen und Gehen betrachten. Zudem können unsere Gedanken und Gefühle uns nicht gefährlich werden. Es ist allein unser Umgang mit ihnen und unsere Reaktion auf sie, die das Leid verschärfen können.

Wir müssen nicht auf innere Unruhe reagieren: 

Für all unsere Gefühlslagen gilt: Wir sind nicht gezwungen, auf sie zu reagieren. Das ist Übungssache, denn wir neigen dazu, auf unangenehme Gefühle mit "Wegmachen" und "Kontrolle" zu reagieren. Diese Kontrollstrategien verursachen aber häufig noch mehr Leid, als das ursprüngliche Gefühl. Am Beispiel meiner Klientin: Sie würde so gerne mal entspannen und sich einen schönen Abend machen. Weil sie aber das Gefühl der inneren Unruhe vermeiden möchte, nimmt sie sich gleichzeitig jede Chance auf Entspannung.

Commitment auf eine Aufgabe:

Commitment bedeutet Selbstverpflichtung: Sich wirklich ein Herz fassen und sich einer Aufgabe mit ganzer Hingabe zu widmen. Dabei werden zunächst unangenehme Empfindungen auftauchen. Sich einlassen zu können braucht ein paar Minuten. Nur so erlauben wir uns, in einen Flow zu kommen. Das Flow-Gefühl ist vielleicht sogar das angenehme Pendant zur inneren Unruhe. Statt Hetze und Getriebenheit ist Flow ein klares Einlassen auf das, was gerade in diesem Moment wichtig ist.

Mit innerer Unruhe gemeinsame Sache machen:

Das bedeutet, MIT der inneren Unruhe zu sein. Sie muss nicht erst weg sein, bevor wir die Dinge tun können, die uns wichtig sind. So hält uns eigentlich nichts davon ab, uns mit innerer Unruhe im Bauch auf den Balkon zu legen. Oder mit innerer Unruhe strukturiert unseren Tag durchzugehen.

Innere Unruhe - one thing at a time:

Multitasking kann innere Unruhe befeuern. Ich bin wirklich richtig gut darin, planlos zwischen verschiedenen, gleich wichtigen Aufgaben hin und her zu springen. Und stelle mir damit im Prinzip selbst ein Bein. Ich befeuere dann meine eigene innere Unruhe, weil ich nichts zu meiner Zufriedenheit fertig bekomme... Ich versuche mir dann die Frage zu stellen: Was ist jetzt und hier für das Leben, was ich leben will, wichtig und hilfreich? 

Achtsamkeit schulen:

Regelmäßige, kurze Achtsamkeitsübungen (auch so kleine wie: 5 x bewusst ein- und ausatmen) beruhigen den Geist. Mir hilft folgendes Bild: Stell dir eine Schneekugel vor und die Schneeflocken sind deine Gedanken, Gefühle und Handlungsimpulse. Manchmal sind sie ganz wild und durchgeschüttelt. Sie wirbeln umher und es fühlt sich an wie ein einziges Chaos. Wenn du die Schneekugel aber ruhig hältst, dann gibst du den inneren Empfindungen Zeit, einfach zu Boden zu schweben und sich wieder zu legen. Hier findest du ein Video von uns mit einer kurzen Achtsamkeitsmeditation.

Nicht-hilfreiche Gedanken erkennen und sich lösen:

Beispiele für nicht-hilfreiche Gedanken, die noch mehr Leid erzeugen:

  • "Ich bin schon wieder so unruhig, was ist das mit mir? Bin ich verrückt?"
  • "Ich packe es einfach nicht."
  • "Wenn ich jetzt so unruhig bin, dann stimmt doch was nicht mit mir."
  • "Alle anderen kriegen ihr Leben doch auch hin, warum ich nicht."

Unser Verstand erzählt uns einfach leidenschaftlich gerne Geschichten, wie die Dinge zu sein haben. Er sucht auch ständig nach Gründen, warum man sich jetzt gerade so fühlt. Aber: Er übertreibt dabei und hält uns noch mehr von den Dingen ab, die wirklich wichtig sind. Hier helfen Strategien, um uns von unseren Gedanken zu distanzieren. Drei Beispiele sind:

  1. Sprachlich Distanz schaffen: „Ich habe den Gedanken, dass…“ oder "Wie ich bemerke, habe ich den Gedanken, dass..." oder "Mein Verstand produziert  gerade den Gedanken, dass..." Gerne auch mal laut aussprechen.
  2. Das Thema benennen: Wie wäre die Überschrift für dein Gedankenchaos? Zum Beispiel: Mein innerer Geschichtenerzähler, mein kleines Hamsterrad, meine "Ich kann das irgendwie nicht" - Story
  3. Dem Verstand danken: "Danke, lieber Verstand, dass du mich jetzt wieder an all meine To Dos erinnerst, aber gerade möchte ich von Herzen chillen. Ich komme später auf dich zurück."

Dein Weg mit innerer Unruhe umzugehen

Du merkst vielleicht, dass ich Wörter wie "bekämpfen", "vermeiden", "wegmachen" oder "kontrollieren" im Umgang mit innerer Unruhe nicht benutze. Denn es ist ein Trugschluss, dass wir innere Empfindungen kontrollieren können. Wir machen in unseren Coachings und Beratungen nichts "weg". Wir fügen neue Handlungsoptionen hinzu, die hilfreich für ein zufriedenes Leben MIT allen Emotionen ist. Dafür nutzen wir systemisches Coaching und das Acceptance- and Commitment-Training. Du hast Lust mit uns zusammenzuarbeiten? Dann melde dich jederzeit hier für ein kostenloses Erstgespräch.


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Lerne die Autorin kennen Friederike Reuver
Mein Name ist Friederike Reuver (*1990) und ich bin Psychologin, Logopädin, systemischer Coach und Changemanagerin. Aufgewachsen im Münsterland lebe ich seit 2013 in Köln, wo ich im Jahr 2020 meinen M.Sc. Psychologie an der Universität zu Köln abschloss. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Logopädin arbeite ich nun als Fachreferentin für Suchtprävention in Teilzeit bei der Drogenhilfe Köln. Neben der Festanstellung widme ich mich unserem Herzensprojekt Anfänge aller Art!
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