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Resilienz - 8 Wege deine psychische Widerstandskraft zu erhöhen

In unserem Blogartikel zum Thema Krisen haben wir ja bereits festgestellt: Krisen sind nicht automatisch etwas Schlechtes. Manchmal helfen sie uns, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen. Und kennt nicht jeder von uns diese Menschen, diejenigen die sich nicht unterkriegen lassen? Und nicht nur das: Sie scheinen auch noch gestärkt aus einer Krise hervorzugehen. Wie genau ist das möglich? Wieso haben diese Menschen nicht das Bedürfnis den Kopf in den Sand zu stecken? Die Antwort ist: Diese Menschen haben eine hohe psychische Widerstandskraft, oder auch: Sie sind resilient.
Veröffentlicht 7. April 2021 | Kategorie: ,
Resilienz - 8 Wege deine psychische Widerstandskraft zu erhöhen

In unserem Blogartikel zum Thema Krisen haben wir ja bereits festgestellt: Krisen sind nicht automatisch etwas Schlechtes. Manchmal helfen sie uns, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen. Und kennt nicht jeder von uns diese Menschen, diejenigen die sich nicht unterkriegen lassen? Und nicht nur das: Sie scheinen auch noch gestärkt aus einer Krise hervorzugehen. Wie genau ist das möglich? Wieso haben diese Menschen nicht das Bedürfnis den Kopf in den Sand zu stecken? Die Antwort ist: Diese Menschen haben eine hohe psychische Widerstandskraft, oder auch: Sie sind resilient.

Was bedeutet es, resilient zu sein?

Der Begriff Resilienz stammt von dem lateinischen Wort resilire ab und bedeutet abprallen, zurückspringen. Dahinter verbirgt sich, das resiliente Menschen nach stressigen und psychisch schwierigen Phasen wieder in ihre ursprüngliche Form zurückfinden können. Die schwierige Situation beeinflusst sie, aber sie macht sie nicht krank. Resilienz ist sozusagen das Immunsystem der Seele.  Ein, wie ich finde, wunderschöner Gedanke: Traurige Menschen können wieder glücklich werden, Kranke wieder gesund und extrem gestresste Menschen sind in der Lage sich wieder vollständig zu erholen und zu entspannen. Und nicht nur das: Wenn die Krise überstanden ist, ist man oft sogar an ihr gewachsen. 

Also lass uns schauen, welche Faktoren deine psychische Widerstandsfähigkeit beeinflussen.  

 

8 Faktoren, die deine psychische Widerstandskraft erhöhen

Wie so oft im Leben, ist alles eine Frage der Sichtweise. Die 8 Faktoren der Resilienz zeigen, dass es nicht auf die Situation, sondern unseren Umgang mit dieser ankommt. Denn von Zeit zu Zeit kann das Leben uns überfordern. Nehmen wir mal das Beispiel einer Trennung. Das tut weh und kann einen ganz schön aus der Bahn werfen. Aber am Ende kommt darauf an, was wir daraus machen und was wir für die Zukunft mitnehmen:

1. Optimismus: Auch wenn es gerade schwierig erscheint, ist ein zentraler Faktor deiner Resilienz ist, dass du optimistisch in die Zukunft blickst. Im Falle der Trennung bedeutet dies: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass du dich nie wieder verlieben wirst. Auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt, tief in deinem Herzen weißt du, dass du wieder glücklich verliebt sein wirst („Et hätt noch emmer joot jejange“ ????). 

2. Akzeptanz: Wichtig ist es außerdem, die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist und damit auch unsere eigenen Grenzen und die gegebenen Rahmenbedingungen. Im Falle der Trennung: Ja, es ist vorbei und nein, es ist nicht zu ändern. 

3. Lösungsorientierung:  Sich betrinken, auf Dauerschleife die „My heart will go on“ anhören und immer wieder „Warum, warum nur“ zu schluchzen mag fürs erste ok sein. Aber dann sollte man sich von der Problemanalyse abwenden und sich der Lösung zuwenden: Wie kann ich wieder glücklich werden?

4. Selbstfürsorge: Was genau brauchst du jetzt? Was tut dir gut? Zeit für dich, rausgehen mit Freunden oder ganz viel weinen? Schau auf deine Bedürfnisse und handele danach. 

5. Selbstverantwortung: Ja, es fällt schwer aber das Leben geht weiter. Also geh duschen, iss gesund, achte auf dich, nimm deine Träume wieder ernst und zeig Initiative – glaub mir, das holt dich aus deinem Loch

6. Beziehungen: Sprich mit den Menschen um dich herum, die du gerne hast – lass dich von deinem besten Freund trösten oder kuschele dich an deine Mama. Teil dein Leid, dann wird’s ja bekanntlich halbiert ????

7. Zukunftsgestaltung: Was sind deine Werte? Wo möchtest du im Leben hin? Nimm dir die Zeit dir dein Leben zu erträumen und es dir so wunderschön auszumalen, wie du es verdient hast. Und dann handele danach. 

8. Improvisation: Ihr wolltet zusammen in zwei Wochen in den Urlaub fliegen? Na dann, nutz die freien Tage und fahre alle Freunde besuchen oder schnapp dir deine beste Freundin und macht einen Roadtrip durch Deutschland. 

 

Zusammengefasst kann man sagen, dass resiliente Menschen gut für sich selbst sorgen, optimistisch in die Zukunft blicken, enge Bindungen zu anderen Menschen haben, sich ihrer Ziele und Werte bewusst sind und dennoch flexibel auf äußere Umstände reagieren können. 

Und die guten Nachrichten sind: Obwohl der Grundstein für unsere Resilienz bereits in der Kindheit gelegt wird, gibt es immer die Möglichkeit die eigene psychische Widerstandskraft zu trainieren. Nicht nur das: Deine Resilienz erwartet es von dir, dass du ein Leben lang an ihr arbeitest. Es reicht ja auch nicht, sich ein paar Tage lang Vitamin C einzuschmeißen und „zack“ wirst du nie wieder eine Erkältung bekommen. 

 

Mit diesen einfachen Übungen trainierst du deine Resilienz 

Ein wahrer Game Changer für mehr Widerstandskraft ist Sicherheit: Fühlen wir uns sicher, sind wir in der Lage, flexibel zu reagieren und in belastenden Situationen zu entspannen, anstatt in Panik zu verfallen. Wer seine Ressourcen kennt, der fühlt sich automatisch sicherer – selbst, wenn die Situation unbekannt ist. Um tiefergehend die eigenen Ressourcen kennenzulernen, ist ein Coaching sinnvoll. Aber folgende Fragen helfen dir im ersten Schritt, deine Ressourcen zu entdecken:

  1. Welche Dinge kann ich besonders gut? 
  2. Was würde meine beste Freundin/mein bester Freund sagen, welche Dinge ich besonders gut kann? 
  3. Welche Menschen in meinem Leben geben mir Kraft und Sicherheit? 
  4. Was hilft mir, mich zu entspannen? 

Nimm dir ein paar ungestörte Minuten Zeit, beantworte dir selbst diese Fragen und schreibe die Antworten auf. Immer wenn es mal brenzlig wird und du dich unsicher fühlst, kannst du dir die Antworten durchlesen und dich so selbst stärken. 

Ebenfalls hilfreich ist es, ein Erfolgstagebuch zu führen. Schreibe dazu täglich auf, in welchen Momenten du dich wirklich wohl gefühlt hast. Und dann überlege dir: Was hast du dazu beigetragen, dass die Situation so angenehm und positiv für dich war? Der Sinn dahinter ist, deinen Fokus auf deine Stärken und die positiven Ereignisse in deinem Leben zu richten. Wir Menschen neigen nämlich dazu, das Negative stärker wahrzunehmen.

Aber unser Gehirn ist lernfähig: Wenn wir Positives Denken eine Zeit aktiv üben, denken wir ab einem bestimmten Zeitpunkt automatisch positiver an dem Punkt bist deiner Krise etwas Positives abgewinnen zu können, dann ist auch das absolut in Ordnung. Manche Neuanfänge sind sehr schmerzhaft – beispielsweise der Verlust eines geliebten Menschen – und werden immer wehtun. Nur wird auch dieser Schmerz sich mit der Zeit in der Intensität verändern. 

 

So kann deine Resilienz im Coaching gefördert werden

Wie gesagt, ein wichtiger Bestandteil deiner Resilienz ist es, deine Stärken und Ressourcen kennenzulernen, um diese zielgerichtet einsetzen zu können. Außerdem unterstützt dich ein Coaching dabei, zielgerichtet zu kommunizieren und die eigenen Bedürfnisse, aber auch die Bedürfnisse anderer, wahrzunehmen. Dies wird die Beziehungen in deinem Leben stärken und dir außerdem Sicherheit geben. Mithilfe gekonnter Fragestellungen können wir dich dabei unterstützen, einen positiveren Blick auf die für dich schwierige Situation zu finden – weg von dem Problem, hin zur Lösung. Kurzum: Wir begleiten dich dabei, vom Kopf-in-den-Sand-Stecker zu einem aktiven, lebensfrohen Stehaufmännchen zu werden

 

Quellen: Resilienz, Amann, 2015, 2. Auflage; frueh.de/frueh-erleben/typisch-koeln/das-koelsche-grundgesetz


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Lerne die Autorin kennen Nina Buckemüller
Mein Name ist Nina Buckemüller (*1990), ich bin Wirtschaftspsychologin, Resilienztrainerin und systemische Coach und Changemanagerin. Neuanfänge waren für mich lange nicht leicht, denn durch meine Hochsensibilität ist es mir früher schwergefallen, mich auf Veränderungen einzustellen. Daher möchte dich bei deinen Neuanfängen begleiten und dich dabei unterstützen einen guten Umgang mit deinen Gefühlen und Gedanken zu erlernen. Neben meiner freiberuflichen Tätigkeit als Coach arbeite ich als Lebenslagencoach und Trainerin für den pme familienservice.
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