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Wie dich mentale Bilder bei der Bewältigung von herausfordernden Situationen effektiv unterstützen

Wer kennt sie nicht: Die tonnenschwere Last auf den Schultern oder auch den Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Wir nutzen Bilder und Metaphern, um schwierige Situationen besser beschreiben zu können. Herausfordernde Umstände, wie beispielsweise eine Trennung, eine Kündigung oder das Ende einer Freundschaft, sind in den meisten Fällen schmerzhafte Erfahrungen, die unsere Welt ins Wanken bringen.
Veröffentlicht 7. April 2021 | Kategorie: ,
Wie dich mentale Bilder bei der Bewältigung von herausfordernden Situationen effektiv unterstützen

Wer kennt sie nicht: Die tonnenschwere Last auf den Schultern oder auch den Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Wir nutzen Bilder und Metaphern, um schwierige Situationen besser beschreiben zu können. Herausfordernde Umstände, wie beispielsweise eine Trennung, eine Kündigung oder das Ende einer Freundschaft, sind in den meisten Fällen schmerzhafte Erfahrungen, die unsere Welt ins Wanken bringen. Oft fühlen wir uns komplett überfordert und versinken im Sumpf der Gefühle– von Trauer, Wut, Enttäuschung bis hin zu Erleichterung ist bei den meisten von uns alles dabei. Um diesen Emotionsstrudel in den Griff zu bekommen, kann es hilfreich und heilsam sein, eigene mentale Bilder zu kreieren, die Klarheit in das Gefühlswirrwar bringen.

Mentale Bilder im Coaching: So findest du einen guten Umgang mit schwierigen Situationen

Viele meiner Klienten entwickeln im Coaching-Prozess Bilder, Geschichten und Metaphern, die ihnen helfen ihre Gefühle auszudrücken und Lösungsideen sowie Handlungsoptionen greifbar zu machen. Mentale Bilder machen zwar nicht einfach alles wieder gut, aber sie helfen, das Chaos im Kopf zu sortieren und so die Heilung voran zu treiben.

Denn Bilder können unsere Emotionen oft stärker beeinflussen als es Worte können, dennoch wird dieser Sinneskanal häufig vernachlässigt. Mithilfe von Bildern sind wir in der Lage eine andere Ebene des Denkens zu erreichen. Mal ganz davon abgesehen, dass Worte auch häufig zu einer Verzerrung der Wahrnehmung führen können. Wer es also schafft, seine Herausforderung in ein Bild zu transformieren, der hat schon die Hälfte des Weges Richtung Lösung hinter sich – um es mal bildlich zu formulieren ????. 

 

Von der Liebe zur Freundschaft: Herzensklarheit durch mein eigenes Bild 

Gerne möchte ich eine persönliche Erfahrung teilen, bei der es um eine Trennung geht. Und zwar darum, was geschieht, wenn die Liebe nicht einfach endet, sondern sich verändern soll. 

Als ich in dieser schwierigen Phase war, ist mir ein Bild in den Kopf gekommen, welches mir sehr weitergeholfen hat. Vielleicht inspiriert es den ein oder anderen von euch für ein eigenes Bild: Ich habe mir vorgestellt, dass in unseren Herzen Mehrfamilienhäuser mit verschiedenen Wohnungen sind, welche an die Menschen, die wir mögen oder lieben, vermietet werden. Die Liebe bzw. der Mensch, den man liebt, bewohnt natürlich die größte Wohnung im Haus: Die 100m2 Dachterrassenwohnung mit Stuck an den Decken.

Aber was passiert, wenn die Liebe sich verändert? Der Hauptmieter schon länger die hohe Miete für die größte Wohnung im Haus nicht mehr zahlen kann? Aber ganz aus dem Herzen ausziehen – und somit aus meinem Leben - weder für Mieter noch Vermieterin eine Lösung ist? Dann hat die Liebe in glücklichen Fällen die Chance einen Neuanfang zu wagen und zur Freundschaft zu werden.

Aber nur weil es ein glücklicher Fall ist, ist es noch lange kein leichter. Denn nun muss die Dachterrassenwohnung erst einmal leer stehen – aufwändige Renovierungsarbeiten stehen an. Man streicht also lustlos und mit einer Mischung aus Wut und Trauer die frisch verlassene Dachterrassenwohnung. Das ist anstrengend und noch kann man sich nicht vorstellen, dass sich die Mühe für einen neuen Mieter lohnt. Die ein oder andere Erinnerung wird wohl auf dem Müll landen müssen. Früher so wertvoll, heute ausgemistet. 

Währenddessen zieht mein alter Hauptmieter in den zweiten Stock in die Freundschaftswohnung. Immerhin noch mit Dom-Blick und kleinem Balkon. Aber ja, es gibt definitiv einen Unterschied zu der Dachterrassenwohnung. Und als wäre das Ganze noch nicht anstrengend genug, muss auch ich aus der Herzenswohnung im Herz-Haus meines Ex ausziehen. Denn die neue Mieterin steht möglicherweise schon mit gepackten Koffern vor der Tür. Wobei hier nicht zu vergessen ist, dass beide Umzüge in den jeweiligen Herzenswohnungen auch für den anderen keine leichte Zeit bedeuten.

Aber irgendwann, auch wenn es seine Zeit dauert, sind alle Umzüge und Renovierungen vollbracht.
Und wenn wir uns von den Strapazen erholt haben, uns das erste Mal wohlfühlen in den Freundschaftswohnungen des jeweils anderen Herzen, die Dachgeschosswohnungen wieder frisch renoviert auf dem Markt sind und wir auf dem Balkon der Freundschaft auf eben diese anstoßen: Ja dann haben sich alle Tränen und das Ackern gelohnt und es wird Zeit, neue Erinnerungen zu schaffen – vielleicht anderer Art, aber nicht weniger wertvoll. Und darauf freue ich mich schon jetzt. 

Warum genau hat mir dieses Bild bzw. diese Metapher so geholfen? Ich habe mit diesem Bild alle mit der Situation verbunden Emotionen Eifersucht, Trauer, Wut und Überforderung in Worte gefasst, die ich auch teilen kann, wenn ich mit anderen über die Situation spreche. Es hat nun alles einen Rahmen, ich verstehe meine Gefühle besser und sehe einen Endpunkt.

 

Fazit: So helfen dir mentale Bilder im Coaching beim Umgang mit schwierigen Situationen

Metaphern und Bilder helfen, Abstand zu dem Problem zu finden. Indem wir uns auf die Metaebene begeben, können wir die Dinge klarer sehen. Außerdem können durch Bilder Herausforderungen in einer bisher nicht gekannten Weise beschrieben werden, dadurch entstehen auch leichter neue, bisher unbekannte Lösungswege. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die angestrebte Veränderung durch das innere Sehen bereits neuronal verankert wird.

Das mentale Vorwegnehmen einer lösungsorientierten Handlung vereinfacht, beschleunigt und erleichtert später die eigentliche Umsetzung der Lösungsidee. Der Erfolg der Imagination zeigt sich auch im Sport: Die Vorstellung eines erfolgreichen Spiels erzielt bewiesenermaßen eine deutlich bessere Erfolgsrate als bei einer Kontrollgruppe, die den Gewinn des Spiels vorher nicht im Geiste durchgegangen sind. 

Neben den Bildern, die du bereits mit ins Coaching bringst und die wir ideal aufgreifen können, um lösungsorientiert mit ihnen weiterzuarbeiten, gibt es auch die Möglichkeit der angeleiteten Imagination. Hier gibt es vielfältige Methoden wie beispielsweise das Externalisieren, sprich die Aufstellung deines inneren Bildes.

Ein Coaching ist sinnvoll, um einerseits im Coaching selbst deine individuelle Lösung zu erarbeiten aber auch um die Fähigkeit zu trainieren mithilfe von Imagination zukünftige Herausforderungen leichter zu meistern. Friederike und ich begleiten dich gerne mithilfe von ausgewählten Coaching Tools und Methoden bei der Erschaffung heilender Bilder und Metaphern. Melde dich einfach bei uns ???? 

 

Quellen: Die Kraft innerer Bilder: Imaginationen im Coaching von Heidrun Vössing, 2007


Lerne die Autorin kennen Nina Buckemüller
Mein Name ist Nina Buckemüller (*1990), ich bin Wirtschaftspsychologin, Resilienztrainerin und systemische Coach und Changemanagerin. Neuanfänge waren für mich lange nicht leicht, denn durch meine Hochsensibilität ist es mir früher schwergefallen, mich auf Veränderungen einzustellen. Daher möchte dich bei deinen Neuanfängen begleiten und dich dabei unterstützen einen guten Umgang mit deinen Gefühlen und Gedanken zu erlernen. Neben meiner freiberuflichen Tätigkeit als Coach arbeite ich als Lebenslagencoach und Trainerin für den pme familienservice.
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