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Krisen: Wie Sie entstehen und wie wir das Beste aus Ihnen machen können

Die meisten von uns haben schon vor Corona die ein oder andere Krise erlebt. Sei es eine Trennung, ein Streit oder eine unerwartete Kündigung – so eine Krise kann es ganz schön in sich haben. Daher möchten wir euch gerne ein paar Facts mitgeben und euch zeigen, wie du mithilfe von Coaching bei Krisen meistern kannst.
Veröffentlicht 7. April 2021 | Kategorie: ,
Krisen: Wie Sie entstehen und wie wir das Beste aus Ihnen machen können

Corona ist in aller Munde. Verwunderlich ist es nicht, denn selbst wenn wir selbst nicht an Corona erkrankt sind, bedroht der Virus nicht nur unsere Gesundheit sondern auch den Alltag und die Freiheit, die wir kennen. Bei Sonnenschein im Park mit Freunden grillen – besser nicht. Das ist mit mehreren Personen aus verschiedenen Haushalten sowieso verboten. Mama zum Muttertag umarmen? Nein, lieber nur anrufen, sie gehört schließlich zur Risikogruppe.

Aber die meisten von uns haben schon vor Corona die ein oder andere Krise erlebt. Sei es eine Trennung, ein Streit oder eine unerwartete Kündigung – so eine Krise kann es ganz schön in sich haben. Daher möchten wir euch gerne ein paar Facts mitgeben und euch zeigen, wie du mithilfe von Coaching bei Krisen meistern kannst.

 

Woran erkenne ich, dass ich mich in einer Krise befinde?

Krisen haben viele verschiedene Gesichter, aber folgende Definition fasst es in unseren Augen gut zusammen:
„Krise beschreibt den Verlust des seelischen Gleichgewichts, den ein Mensch verspürt, wenn er mit Ereignissen und Lebensumständen konfrontiert wird, die er im Augenblick nicht bewältigen kann, weil sie von der Art und von Ausmaß her seine durch frühere Erfahrungen erworbenen Fähigkeiten und erprobten Hilfsmittel zur Erreichung wichtiger Lebensziele oder zur Bewältigung seiner Lebenssituation überfordern.“ (nach Caplan 1964 und Cullberg 1978, zitiert aus D’Amelio, 2010)

Krisen gehen dementsprechend oft mit einem Gefühl der Überforderung einher. Je mehr eine Krisensituation oder ein Krisenereignis unsere zur Verfügung stehenden Ressourcen und Fähigkeiten übersteigt, umso schlimmer fühlt sich diese Krise für uns an. Denn unser Körper reagiert in solchen Extremsituationen mit Stress, welcher es uns schwer macht überhaupt noch einen klaren Gedanken fassen zu können.aufnehmen. Deswegen fühlen sich HSP bei zu vielen Reizen auf einmal schnell überstimuliert und verspüren den Wunsch, sich zurückzuziehen. Viele HSP sind aber auch sehr empathische Menschen, die sich gut in andere hineinversetzen können. 

 

Wie kann ich Krisen meistern?

Der erste wichtige Schritt besteht darin, anzuerkennen, dass du dich aktuell in einer Krise befindest. Oft kommen Krisen überraschend, sind bedrohlich und meist mit Verletzungen, Verlusten oder Kränkungen verbunden. Sie erzeugen Angst in uns, denn sie stellen unsere bisherige Weltanschauung, unsere Ziele und Werte in Frage. Anzuerkennen, dass eine solche Krise eingetroffen ist, nimmt im ersten Schritt die Angst vor dem Unbekannten. Das sogenannte Labeling - oder auch das sprichwörtliche “Kind beim Namen nennen” - verschafft einen Augenblick der Entspannung. Endlich weiß man woran man ist. Man ist nicht verrückt, nein, man reagiert „normal“ auf eine unnormal hohe Anforderung. Jetzt kann man sich damit beschäftigen, wie man diese Zeit übersteht und überlegen, ob möglicherweise Unterstützung zur Bewältigung der Krise hilfreich sein kann.

 

Welche Auswirkungen kann das auf mein Leben haben? 

Es ist sehr wichtig, dass du dir immer wieder vor Augen hältst, dass Krisen uns alle treffen können – selbst die Stärksten unter uns. Eine Krise ist also nichts wofür man sich schämen muss. Vielleicht kann eine Krise sogar eines Tages dazu führen, dass du dich stärker fühlst und dein Leben sich in eine positivere Richtung entwickelt.


Lass uns dir das anhand eines Beispiels erklären: Wenn du z.B. deinen Job verloren hast, erlebt du vermutlich erst einmal eine Krise. Neben den finanziellen Sorgen fehlt dir die tägliche Routine und es ist sehr verletzend plötzlich nicht gebraucht zu werden oder das Gefühl mit dir rumzutragen „nicht gut genug“ gewesen zu sein. Nach einiger Zeit der Trauer, der Wut und der Lethargie fängst du vielleicht an, dir Gedanken darüber zu machen, welche Gründe es für die Kündigung geben könnte.

Mit ein paar Tagen Abstand fällt dir auf, dass du morgens nicht gerade voller Freude auf deinen Arbeitstag aus dem Bett gesprungen bist und abends einfach nur sehr müde und abgekämpft nach Hause gekommen bist. Erfüllt hat dich dein Job nicht so wirklich und eigentlich wolltest du doch ursprünglich einen ganz anderen Weg einschlagen. Das Jobangebot war damals nur zu gut, um es abzulehnen. Und plötzlich kommt ein klein wenig Erleichterung auf, ganz leise aber ja, es hat auch was für sich, nicht mehr täglich zu diesem Job zu müssen.

Du fängst an darüber nachzudenken, was du eigentlich machen möchtest – welcher Job würde dich erfüllen? Welcher Neuanfang wäre der Richtige für dich? Du fängst an dich mit deinen Zielen und Werten zu beschäftigen, sprichst viel mit nahestehenden Menschen über deine Stärken und deine Entwicklungspotentiale. Du nutzt die freie Zeit und machst eine Weiterbildung in dem Bereich der dich schon immer interessiert hat. Die finanziellen Einbußen tun natürlich weh, ja. Aber zurück ist auch keine Option mehr für dich. Das alles, obwohl du vor 3 Wochen noch viel dafür gegeben hättest diese Kündigung rückgängig zu machen.

Ein halbes Jahr später hast du deinen Traumjob und auch dein Privatleben hat sich zum Positiven entwickelt, schließlich raubt dir dein Job nicht mehr den letzten Nerv, was wiederum deinen Freundschaften und deiner Partnerschaft sehr zugute kommt. Und wenn du nun so auf diese Kündigung zurückblickst – ja, da ist sie plötzlich das Beste was dir je passiert ist.


In diesem Fall wurde die Krise gemeistert und hat zu psychischem Wachstum geführt. Eigene Stärken und Werte wurden erkannt und so in den (Berufs-)Alltag integriert. Das wiederum macht schlicht und einfach glücklich und macht auch die Zukunft Mut.
Falls du gerade noch nicht an dem Punkt bist deiner Krise etwas Positives abgewinnen zu können, dann ist auch das absolut in Ordnung. Manche Neuanfänge sind sehr schmerzhaft – beispielsweise der Verlust eines geliebten Menschen – und werden immer wehtun. Nur wird auch dieser Schmerz sich mit der Zeit in der Intensität verändern.
 

 

Wie kann ich mit einer Krise umgehen?

Wie so oft im Leben können wir dir hier leider keine Zauberpille zum Krisen meisten anbieten. Es gibt auch leider nicht sechs magische  Stufen, die man durchläuft und “zack” ist man wieder der oder die Alte. Nein, eine Krise ist etwas sehr Individuelles. Und wie oben schon erwähnt, manche Krise entpuppt sich auch als Chance – wenn man sie lässt.

In vielen Kulturen geht der Begriff Krise einher mit dem Begriff Veränderung. Im Chinesischen z.B. setzt sich Krise aus zwei Schriftzeichen zusammen: Eins steht für Gefahr und das andere steht für Chance (D’Amelio, 2010). Denn haben wir eine Krise erfolgreich bewältigt, ist der Lohn oft ein gestärktes Selbstbewusstsein durch die Entwicklung und Stärkung der eigenen Ressourcen und Fähigkeiten. 
Auch wenn es keine Zauberpille gibt, haben wir ein paar unterstützende Dinge, die wir dir gerne mit auf den Weg geben möchten:

  • Stell dir selbst einmal folgende Fragen: Wenn ich in drei Jahren auf diese Zeit zurückblicke, was wird mir dann wichtig gewesen sein?“ und „Was könnte gut an der Situation sein? Was kann ich vielleicht mit ein wenig Abstand für mich aus dieser Situation mitnehmen?“
  • Die Was-gut-gelaufen-ist Übung: Die Welt ist, was wir wahrnehmen. Wenn du also deinen kritischen “Die-Welt-ist-gemein-zu-mir”-Filter ab und an gegen den “Das-Leben-ist-schön” Filter tauschst, sieht die Welt direkt ganz anders aus. Hier kann folgende Übung bei helfen: Schreibe dir jeden Abend drei Dinge auf, die gut gelaufen sind und warum diese gut gelaufen sind (Seligman, 2011). Das muss nicht immer etwas Großes sein. Manchmal ist es eben „nur“ das leckere Frühstück, dass man sich selbst zubereitet hat oder dass man ein sehr schönes Gespräch mit der besten Freundin hatte, weil man sich trotz Stress einfach mal wieder die Zeit dafür genommen hat.   
  • Achtsamkeit (schau doch mal in unseren Blogartikel), tue dir selbst Gutes und gehe wertschätzend mit dir um. Dem einen hilft es zu weinen, dem anderen tut lesen, meditieren oder ein Spaziergang gut. Hör gerade in schweren Zeiten auf deine Bedürfnisse und sei lieb zu dir. 

 

Coaching in Krisenzeiten

Coaching ist in Krisen- und Veränderungszeiten oft hilfreich, da wir dich mit zahlreichen Tools und Methoden dabei unterstützen, einmal um-die-Ecke zu denken und neue Perspektiven zu erkennen. 
Es gibt viele gute Gründe sich in schwierigen Zeiten von uns begleiten zu lassen. Ein paar davon haben wir hier für dich aufgezählt: 

Zuhören ohne Wertung: Wir hören dir zu, ohne dich zu verurteilen. Dein Coaching ist deine Zeit – hier kannst du weinen, wütend sein, trauern. Und schließlich steigen wir gemeinsam in den Prozess ein und finden deine ganz individuellen Lösungen.  

Anerkennen der Krise: Gemeinsam erarbeiten wir mit Hilfe deiner inneren Landkarte die Situation Stück für Stück – bis alles nicht mehr groß und unlösbar erscheint. 

Perspektivwechsel: Wir begleiten dich dabei, Situationen aus den verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und so häufig viel mehr Sinn in den Ereignissen finden zu können. 

Eigene Ressourcen erkennen und mobilisieren: Oft gibt es bereits gewohnte Bewältigungsstrategien, die es nun zu reaktivieren gilt. Eine Krise führt häufig zur Einengung unserer Gedanken und zu Katastrophisierung im Kopf. Wir unterstützen dich dabei deinen Blick zu weiten, Ressourcen zu erkennen und die Situation neu zu bewerten. 

Umsetzung: Last but not least können wir dich bei der Umsetzung deiner ganz individuellen, passgenauen Lösung begleiten.

Je nachdem wie hoch der Leidensdruck ist und wie stark die Situation dich belastet, kann eine therapeutische Behandlung in Kombination oder als Alternative zum Coaching zielführend sein.
Wenn du nun gerne mehr zum Thema Coaching oder über uns erfahren möchtest, schau doch mal auf unserem Blogbeitrag vorbei oder kontaktiere uns einfach direkt. Dann verabreden wir ein Erstgespräch, in dem wir schauen ob und in welcher Form ein Coaching für dich sinnvoll ist.

Quellen: Seligman, M. (2011): Flourish. Wie Menschen aufblühen. Die Positive Psychologie des gelingenden Lebens. Verlagsgruppe Random House GmbH.
Studienbrief: Krise und Krisenintervention - Version 2010 Dipl. Psych. R. D’Amelio, Universitätskliniken des Saarlandes, 66421 Homburg/ Saar


Lerne die Autorin kennen Nina Buckemüller
Mein Name ist Nina Buckemüller (*1990), ich bin Wirtschaftspsychologin, Resilienztrainerin und systemische Coach und Changemanagerin. Neuanfänge waren für mich lange nicht leicht, denn durch meine Hochsensibilität ist es mir früher schwergefallen, mich auf Veränderungen einzustellen. Daher möchte dich bei deinen Neuanfängen begleiten und dich dabei unterstützen einen guten Umgang mit deinen Gefühlen und Gedanken zu erlernen. Neben meiner freiberuflichen Tätigkeit als Coach arbeite ich als Lebenslagencoach und Trainerin für den pme familienservice.
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